Konflikt in der Ukraine – 9 Jahre zwischen Krieg und Frieden
Seit 2014 brodelt der Krisenherd im Osten der Ukraine. Die Eskalation des Konflikts am 24. Februar 2022 hat alles verändert. Immer wieder bringen Angriffe Kinder im ganzen Land in Lebensgefahr. Wie sah das Leben für die Kinder in den letzten neun Jahren aus? Ein chronologischer Rückblick.
Geschichten über Kind sein in der Ostukraine
Seit mehr als neun Jahren gibt es im Osten der Ukraine immer wieder heftige Kämpfe. Für die Familien und Kinder, die nicht weit weg von der Konfrontationslinie leben, gehören Angst und Gewalt seitdem zu ihrem Alltag. Denn trotz offiziell vereinbarter Waffenruhe wurde schon damals immer wieder gekämpft. Mit dem 24. Februar 2022 hat sich die Lage dramatisch verändert.
Als ich diesen Blog erstmals geschrieben habe (am 18. Februar 2022) war die Lage - vor allem im Osten des Landes - sehr angespannt. Inzwischen blicken wir auf Monate im Kriegszustand im gesamten Land zurück. Kinder und ihre Familien leiden unter den Folgen des Kriegs und der Gewalt. Im ganzen Land sind sie zwischen den Fronten gefangen: Schulen, Krankenhäuser und andere soziale Einrichtungen sind beschädigt oder komplett zerstört. Inzwischen kann kein Kind mehr den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine entgehen.
Wie war es bisher, in der Ukraine Kind zu sein? Blicken wir auf den Konflikt von Anfang an:
2014: UNICEF ist seit Beginn des Konflikts für die Familien und Kinder in der Ostukraine da
Der Krieg in der Ostukraine trifft Kinder besonders hart
Der Konflikt in der Ukraine hat 2014 begonnen. Auslöser ist ein Streit darüber, ob sich der Osten der Ukraine abspaltet und zu Russland gehört oder ob die Ukraine lieber mit der Europäischen Union zusammenarbeitet. Betroffen sind die beiden Provinzen Donezk und Lugansk ganz im Osten des Landes, an direkter Grenze zu Russland. Diese Provinzen sind Teil der Donbas-Region und wurden von pro-russischen Separatisten zu international nicht anerkannten "Volksrepubliken" ausgerufen.
Abseits aller politischen Interessen steht fest: Der Krieg trifft die Kinder bereits seit 2014 besonders hart. Viele haben durch die Angriffe alles verloren, ihre Häuser liegen in Schutt und Asche. Manche haben den Tod von Angehörigen und Freund*innen miterleben müssen.
Flucht aus Donezk, Flucht aus der Ostukraine
Inna und ihre Kinder stehen vor einem kompletten Neuanfang: Im Dezember 2014 beziehen die vierjährige Sophia, ihr elfjähriger Bruder Andranik und ihre Mutter Inna ihr neues Zuhause. Zwei Wochen zuvor sind sie aus der Stadt Donezk geflohen, verbrachten einige Nächte in einer Notunterkunft, bevor sie mit Hilfe lokaler Freiwilliger ihre jetzige Unterkunft fanden. Sophia vermisst ihre Großeltern, die zurückgeblieben sind, um sich um das Haus der Familie zu kümmern. Damit sich die Familie in den ersten Tagen mit dem Wichtigsten einrichten kann, versorgt UNICEF Familien wie die von Sophia und Andranik mit Hygienepaketen, die Zahnbürsten, Windeln, Shampoo und Seife enthalten.
Zum damaligen Zeitpunkt mussten bereits Tausende Familien aus dem Osten der Ukraine fliehen und 130.110 Kinder sind zu Binnenvertriebenen geworden.
Flucht aus Luhansk: Vova wohnt nun in Kiew
Im Oktober 2014 sitzt der zehnjährige Vova, der aus seiner Heimatstadt in der Region Luhansk fliehen musste, auf einem Bett in einem Schlafsaal. Er wohnt nun vorerst in einem Unterbringungszentrum in Kiew für Menschen, die durch den anhaltenden Konflikt im Osten des Landes vertrieben wurden. Vova liebt es zu lesen und vermisst seine Schule und Schulkamerad*innen sehr. In Kiew konnte er bislang nicht eingeschult werden und so hofft er, dass er bald in seine Heimat und seine Schule zurückkehren kann. Vova ist eines von 40 Kindern, die in dem Unterbringungszentrum wohnen.
Bis zum 13. Oktober 2014 wurden in der Ukraine im anhaltenden Konflikt mehr als 402.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben. Zu bleiben ist meist keine Option, denn gegen die damalige Waffenruhe werden immer wieder schwere Verstöße gemeldet. UNICEF leistet bereits damals verstärkt humanitäre Hilfe. Unsere Kolleg*innen aus dem Ukraine-Büro richten zum Beispiel sogenannte kinderfreundliche Orte ein, um den betroffenen Kindern psychosoziale Unterstützung zu bieten.
2015: Millionen Kinder sind in der Ukraine vom Konflikt betroffen
Wichtige Infrastrukturen und grundlegende Dienstleistungen sind zerstört oder unterbrochen
Foto links: Kolya ist acht Jahre alt und steht hier mit seinem Fahrrad vor seinem Haus im Dorf Zaitsevo, in der Region Donezk. Kolya hat seit etwa einem Jahr keine Schule mehr besucht, weil sie im umkämpften Gebiet liegt. ( © UNICEF/Filippov ) Foto rechts: In der Ostukraine wurde eine Brücke in der Region Donezk während eines Beschusses zerstört. Beschädigte Rohrleitungen und kaputte Infrastrukturen wie zum Beispiel durch Trümmer von zerstörten Brücken behindern die Versorgung der zentralen Heizsysteme. ( © UNICEF/Filippov )
Bis zum 20. Juni 2015 sind in der Ukraine schätzungsweise fünf Millionen Menschen, darunter 1,7 Millionen Kinder, von dem anhaltenden Konflikt betroffen. Durch die nicht endenden Kämpfe werden immer wieder wichtige Infrastrukturen und grundlegende Dienstleistungen zerstört oder unterbrochen. Das hat dann auch Auswirkungen auf beispielsweise die zentralen Heizsysteme des Landes, weil sie nicht mit Wasser versorgt werden können, da die Wasserleitungen zerstört unter Trümmern liegen.
Durch den schweren Beschuss und die anhaltende kriegerische Lage sind im Jahr 2015 neben der Zivilbevölkerung auch die humanitären Helferinnen und Helfer stark gefährdet und es ist oftmals sehr schwierig, lebenswichtige Medikamente an Kinder und Familien in Not zu liefern oder Gesundheitseinrichtungen und Schulen offen zu halten.
Wie immer, wenn sich Konfliktparteien bekämpfen, sind die Kinder am stärksten betroffen. UNICEF hat im Jahr 2015 um knapp 55 Millionen US-Dollar für die Soforthilfe für die Kinder und Familien in der Ukraine gebeten. Nur ein Teil der benötigten Mittel konnte damals finanziert werden.
2016: Leben in Ukraines Konfliktzonen und der Besuch eines UNICEF-Botschafters
Jede fünfte Schule wurde beschädigt oder zerstört
Im April 2016 besucht Schauspieler und UNICEF-Botschafter Orlando Bloom die Konfliktregionen der Ukraine, um sich ein Bild von der dramatischen Lage vor Ort zu machen und gleichzeitig eine wichtige Botschaft zu senden: Kinder in Konfliktzonen brauchen besonderen Schutz und es braucht besondere Anstrengungen, um sie weiterhin zur Schule zu schicken.
Bloom setzt sich vor allem dafür ein, aufzuzeigen, dass Kinder in eine verheerende Bildungskrise rutschen, wenn sie in Notsituationen leben müssen. Das hat Auswirkungen auf ihre Zukunft. In der Schule, die Bloom damals besucht, kommen immer weniger Kinder zum Unterricht: Ursprünglich gingen dort 800 Schüler*innen zur Schule, im Jahr 2015 sind es nur noch 250 Schülerinnen und Schüler, nachdem viele Menschen aus dem Gebiet geflohen sind.
Etwa jede fünfte Schule und jeder fünfte Kindergarten in der Region wurde beschädigt oder zerstört. Fast ein Viertel der Kinder weltweit im schulpflichtigen Alter – 462 Millionen Kinder – leben in Ländern, die von Krisen betroffen sind. Die Ukraine ist eines der Länder. Diese Tatsache schockte und motivierte Bloom zugleich, verstärkt auf das Thema Bildung in Konfliktgebieten aufmerksam zu machen.
"Jedes Kind in einer humanitären Notsituation verdient eine faire Chance auf eine gute Zukunft", sagt Bloom damals nach seinem Besuch.
2017: Schulen in Donezk unter Beschuss – zwischen Luftschutzkeller und Klassenraum
Schulen sind oft Ziele für Bombardierungen entlang der Konfliktlinie
Seitdem der Konflikt in der Ukraine ausgebrochen ist, ist Mariinka stark umkämpft. Wie dort der Schulalltag aussieht, erzählt die zehnjährige Lera. In ihrer Schule finden auch 2017 immer noch wöchentliche Übungen statt, bei denen die Schüler*innen in den Bunker unter dem Gebäude geführt werden. In einem langen, kalten Raum gibt es an einer Wand Sitzgelegenheiten für die kleineren Kinder.
"Manchmal bringen wir unsere Spielsachen hierher, damit uns beim Warten nicht langweilig wird", sagt Lera.
An manchen Tagen steht ein Polizist in Tarnkleidung und mit einem Gewehr bewaffnet im Pausenhof der Schule. Denn nachdem einem Kind auf dem Spielplatz in den Arm geschossen wurde, dürfen die Kinder nicht mehr draußen spielen. An Ausflüge ist wegen der Gefahr durch Minen und Blindgänger nicht zu denken. "Wir müssen die ganze Zeit in der Schule bleiben und dürfen in den Pausen nicht draußen spielen. Die Jungen spielen im Flur der Schule Fußball", sagt Lera, "wegen der Sandsäcke können sie die Fenster nicht kaputt schießen."
Das Bildungssystem in der Ostukraine ist stark in Mitleidenschaft gezogen: Bildungseinrichtungen sind zu Hunderten beschädigt worden. Schulen sind leider oft Ziele für Bombardierungen, insbesondere entlang der Konfliktlinie. Mehr als 220.000 Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte sind deshalb in täglicher Gefahr. Im Jahr 2017 wurden 64 Bildungseinrichtungen angegriffen. 42 Schulen wurden dadurch nahezu vollständig zerstört und 22 Schulen mussten geschlossen werden. In vielen Orten fällt der Unterricht für Tage oder Wochen aus. Dort, wo er stattfinden kann, geht das nur unter den beklemmenden Bedingungen, die Lera schildert.
2018: Luhansk unter Beschuss – Kindheit im Krieg, Kindheit in Trümmern
"Die ganze Stadt wurde beschossen"
Eine Granate schlägt ein und hinterlässt nichts als Zerstörung. Was bleibt sind traumatische Erinnerungen und Schutt und Asche. Die elfjährige Mascha erlebt all das hautnah.
Masha Khromchenko ist elf Jahre alt. Seit sie sieben Jahre alt ist, kennt sie ihre Heimatstadt Novotoshkivske im Gebiet Luhansk nur noch im Ausnahmezustand. Die Stadt liegt direkt in der Nähe der Konfliktlinie, direkt an der Grenze zu den kontrollierten Gebieten. Mascha erinnert sich noch gut daran, wie ihre Schule von vier Granaten und einem Panzergeschoss getroffen wurde. Sie wohnt direkt neben der Schule mit ihrer Mutter und ihrem Vater und ihrem kleinen Bruder zusammen.
"Es war nicht nur die Schule, die ganze Stadt wurde beschossen", sagt Mascha. "Ich war in der zweiten Klasse, als es passierte. Ich bin in der Nähe der Schule spazieren gegangen und habe die Einschläge gesehen und gehört. Ich war sehr erschrocken. Es war so laut, dass ich danach eine Zeit lang nichts mehr hören konnte: Meine Ohren waren verstopft."
2019: Angriffe auf Schulen und Wohnhäuser – versteckt im Schutzbunker in der Ostukraine
Immer wieder werden bei den Kämpfen im Osten der Ukraine Schulen und Wohnhäuser beschossen. Einschusslöcher in Klassenzimmern, eingestürzte Häuser und die schreckliche Routine, sich bei dem Geräusch von Schüssen direkt zu verstecken. Alltägliche Alpträume für viele Kinder in der Ostukraine. Sie müssen wegen der Gefechte ihren Schulbesuch unterbrechen oder –wie Sonia – monatelang ohne Strom und fließendes Wasser im Keller versteckt ausharren. Sie alle wünschen sich das eine: dauerhaften Frieden.
"Wenn Sie anfangen zu schießen, laufe ich schnell in den nächstgelegenen Hausflur. Ich rufe dann meine Mama an und sage: 'Wenn sie aufhören zu schießen, komme ich sofort nach Hause'".
Die Geschichte von Sonia geht unter die Haut. In dem Video zeigt sie uns, wie sie monatelang mit ihrer Familie mit der Angst vor Angriffen leben musste.
2020: Konflikt in der Ukraine während der Corona-Pandemie
Wenn Wasserholen zu einer gefährlichen Aufgabe wird
2014 wurde die Hauptpumpstation von Pavlopil geschlossen, im selben Jahr, als der langwierige Konflikt in der Ostukraine begann. Seitdem ist der Zugang zu sauberem Wasser für die rund 450 Einwohner*innen des Dorfes ein ständiger Kampf. Im Jahr 2020 haben die Corona-Pandemie und ein ungewöhnlich heißer Sommer das Problem weiter verschärft. David und Dasha helfen regelmäßig beim Abfüllen von sauberem Wasser, das durch UNICEF-Tanks bereitgestellt wird.
Dasha lebt mit ihrer jüngeren Schwester Katia und ihrer Großmutter Valentyna in dem Dorf. Eine Wasserleitung führt durch ihren Garten, doch ihr Haus liegt nicht weit von einer militarisierten Zone entfernt, was das Wasserholen zu einer gefährlichen Aufgabe macht. "Ich habe immer Angst, wenn ich hier im Garten stehe. Sie schießen genau hier", sagt Dasha.
UNICEF versorgt das Dorf mit zwölf Kubikmetern Wasser pro Monat und deckt damit einen Teil des Bedarfs der Bewohner*innen. Der Kampf um den allgemeinen Zugang zu Wasser geht für sie jedoch Tag für Tag weiter.
2021: Anhaltender Krieg, das Coronavirus und viele alte Sorgen in der Ukraine
Die Pandemie macht vor keinem Land der Welt, vor keinem andauernden Konflikt halt
Die 32-jährige Infektiologin Daria Shulha hat ihre volle Schutzkleidung auch heute an. Sie arbeitet in einem Krankenhaus in der Ukraine. Daria schaut nicht einmal in die Krankenakten, sie kennt die Namen und Gesundheitsparameter aller Patient*innen auswendig. Und selbst an ihrem einzigen freien Tag in der Woche kann sie ihre schwerkranken Patient*innen, die sie seit fast einem Monat behandelt, nicht vergessen.
"Nach so langer Zeit beginnt man, die Patientinnen und Patienten wie Verwandte zu behandeln. Sie kommen sogar nachts in meine Träume", fügt die Ärztin während einer kurzen Pause zwischen den Untersuchungen der Patient*innen hinzu. Die Pandemie macht vor keinem Land der Welt, vor keinem andauernden Konflikt und auch nicht vor Kindern halt. Das Coronavirus ist im Jahr 2021 einfach ein weiterer Kampf, den die Familien und Kinder in der Ukraine aushalten müssen.
2022: Krieg in der gesamten Ukraine - Ein Überblick
Darya sagt: "Krieg ist das Schlimmste, was der Menschheit passieren kann." Sie fügt hinzu: "Ich weiß nichts über meine Zukunft. Es ist schwierig, sie sich vorzustellen. Das Einzige, woran ich denken kann, ist eine Zukunft ohne Krieg."
So haben wir 2022 in der Ukraine geholfen
Seit dem 24. Februar 2022 herrscht nun Krieg in der gesamten Ukraine. Für Kinder und Jugendliche ist die Lage besonders dramatisch. Jeden Tag erleben Mädchen und Jungen Gewalt oder müssen überstürzt ihr Zuhause verlassen, um sich vor Angriffen zu schützen. Viele sind durch das Erlebte traumatisiert. Sie brauchen Sicherheit, Unterstützung – sie brauchen Frieden.
Zwischen Februar 2022 und Januar 2023 wurden in der Ukraine mindestens 438 Kinder durch Kriegshandlungen getötet und 842 verletzt. Mehr als 2.300 Bildungseinrichtungen und mehr als 1.000 Gesundheitseinrichtungen wurden beschädigt oder zerstört – und das sind lediglich die verifizierten Fälle. Überall finden sich Blindgänger und Landminen und bringen Kinder weiter in Gefahr.
Als am 24. Februar die ersten Raketen in Kiew und anderen ukrainischen Städten einschlugen, konnte UNICEF sofort für die Kinder da sein – dank frühzeitiger Vorbereitung sowie mehr als 25 Jahren Erfahrung und Partnerschaften im Land.
Das hat UNICEF 2022 in der Ukraine erreicht:
- 3 Millionen Kinder und Betreuende psychosozial unterstützt;
- 5 Millionen Kinder und Frauen medizinisch versorgt;
- 4,6 Millionen Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt;
- 1,4 Millionen Kindern Bildungsangebote ermöglicht;
- 309.000 Haushalte mit direkten Zahlungen unterstützt;
- 500.000 Kinder und Betreuende mit Winterkleidung ausgestattet.
2023: Der Krieg in der Ukraine geht weiter - unsere Hilfe auch
Ein Staudamm wird zerstört und Schulstart im Krieg
Im Juni dieses Jahres erreichten uns schreckliche Nachrichten aus der Ukraine: Bei einem Angriff ist der Kachowka-Staudamm im Süden der Ukraine zerstört worden. In den Medien sahen wir Bilder von überfluteten Orten, von zerstörten Gebäuden und vor allem: von Kindern, die unsere Hilfe brauchen.
Die Verwüstungen nach dem Staudammbruch bei Cherson waren verheerend. Mindestens 37 Städte und Dörfer wurden teilweise überflutet, Tausende Menschen mussten ihr Zuhause verlassen – darunter viele Familien mit Kindern, die aufgrund des Kriegs bereits so viel durchgemacht haben.
Im Katastrophengebiet droht zusätzliche Gefahr durch frei gespülte Minen, die von den Wassermassen unkontrolliert verbreitet werden. Hinzu kommen anhaltende Kriegshandlungen, die die Evakuierungsarbeiten gefährden. Eine Umweltkatastrophe und Ernteausfälle zeichnen sich ab. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist damals jedoch noch gar nicht absehbar.
UNICEF-Helfer*innen verteilten Wasserreinigungstabletten, Wasserflaschen und Hygiene-Sets an Familien. An Transitorten, wie dem Bahnhof von Cherson, haben wir kurzfristig Anlaufstellen für Kinder eingerichtet, wo sie betreut wurden. Von der Überschwemmung betroffene Familien unterstützten wir mit kleinen Geldbeträgen, damit sie sich selbst mit dem Nötigsten versorgen können.
Im September geht die Schule wieder los – hier bei uns in den ersten Bundesländern, aber auch in der Ukraine. Ein neues Schuljahr beginnt, doch wie sieht das für die Kinder in der Ukraine aus? Auch dort stehen Kinder am Beginn ihres Schulwegs. Wie geht das im Krieg? Lesen Sie das ausführlichen in unserem Blogbeitrag.
Helfen Sie den Kindern in der Ukraine
Wir von UNICEF sind vor Ort an der Seite der Kinder in der Ukraine und den Nachbarländern. Unterstützen Sie unseren Einsatz mit einer Spende und helfen Sie unter anderem, die Kinder mit Medikamenten und Schulmaterial zu versorgen und sie psychosozial zu betreuen. Vielen Dank!
Große globale Solidarität für die Menschen in der Ukraine
Viele Menschen auf der Welt blicken tagtäglich mit großer Sorge darauf, was in der Ukraine passiert. Gleichzeitig setzen sich Unzählige für Frieden ein und unterstützen mit Spenden. Die Kinder in der Ukraine brauchen Frieden – jetzt.
Für die UNICEF-Kolleg*innen in der Ukraine bleibt ihr Auftrag bestehen. Sie sind weiter jeden Tag im Einsatz für jedes Kind. Wie unterschiedlich die Hilfe und Unterstützung in den letzten neun Jahren für Familien und Kinder im Osten des Landes aussehen kann, konnte Ihnen dieser Blogbeitrag vielleicht ein wenig näher bringen.
***Dieser Blogbeitrag erschien erstmals am 18. Februar 2022. Wir haben Ihn aufgrund der sich ständig verändernden Situation für Sie mehrfach mit neuen Informationen aktualisiert. Den letzten Stand der Aktualisierung entnehmen sie dem Veröffentlichungsdatum des Blogs.
Sie möchten mehr UNICEF-Blogs zur Ukraine lesen? In unseren Blogbeiträgen zur Ukraine schildern wir die aktuelle Situation der Kinder, geben Tipps, wie man mit Kindern über den Krieg sprechen kann, und erklären Ihnen, wie sich der Konflikt über die Jahre entwickelt hat.