UNICEF hilft Schwangeren direkt im Dorf
Nachdenklich hält Mamie Sesay aus Sierra Leone ihren neugeborenen Sohn im Arm. Sie ist glücklich, dass er lebt. Schon jetzt hat sie einen Wunsch für den kleinen Mohammed: "Ich möchte, dass er Arzt wird. Dann kann er vielen Familien helfen. So wie mir geholfen wurde."
Mamie Sesay hat ihren Sohn Mohammed in einer sicheren Gesundheitsstation zur Welt gebracht und nicht allein in ihrer Hütte. Hier hätte ihr niemand bei der Geburt beigestanden. Starke Blutungen oder andere Komplikationen hätten dort ein Todesurteil für sie oder ihr Baby bedeutet. In der Gesundheitsstation jedoch arbeiten Hebammen und Krankenschwestern, die von UNICEF geschult wurden. Sie können auch bei Notfällen schnell helfen. Zusätzlich schützen sie die Babys durch Impfungen vor gefährlichen Krankheiten. Mit Ihrer Spende können Sie Babys wie Mohammed einen sicheren und gesunden Start ins Leben schenken.
Helfen Sie den Babys in Sierra Leone
Diese Hilfsgüter brauchen Neugeborene in Sierra Leone:
Gesunde Mütter – gesunde Babys
Sierra Leone gehört zu den Ländern mit der höchsten Kindersterblichkeit der Welt. Die meisten Frauen entbinden allein in ihren Hütten – oft unter unhygienischen Bedingungen. Sie wissen wenig über Gesundheit, weil jede zweite nicht lesen und schreiben kann. Dazu kommen traditionelle Riten wie das Einreiben der Nabelschnur mit Spinnenfäden. Über die Gefahren sind sich die Familien nicht bewusst. Infektionen oder Durchfallerkrankungen drohen.
In den meisten Dörfern gibt es kaum medizinische Versorgung. Die wenigen Gesundheitsstationen sind so weit entfernt, dass die ärmeren Familien sie nicht zu Fuß erreichen können. Und überhaupt haben die Gesundheitsstationen zu wenig geschultes Personal. Es fehlt auch an Medikamenten und selbst einfachen Untersuchungsgeräten. Stromausfälle erschweren die Kühlung von Impfstoffen.

Sierra Leone: Eine Mutter hält ihren neugeborenen Sohn im Arm.
© UNICEF/Julia ZimmermannViele Mütter sind schon vor der Geburt unterernährt – deshalb kommen viele ihrer Kinder untergewichtig zur Welt. Trotz der Fortschritte in den letzten Jahren hat nur rund jedes zweite Kind in Sierra Leone vollständigen Impfschutz. Komplikationen während der Schwangerschaft oder Entbindung bedeuten oftmals den Tod für Mutter und Kind.
So hilft UNICEF Babys in Sierra Leone
Mit Spenden aus Deutschland helfen wir Tausenden Neugeborenen und ihren Müttern in Sierra Leone. Das tun wir konkret vor Ort:
Ausbildung von Gesundheitshelferinnen und -helfern
Wir bilden in den Dörfern freiwillige Gesundheitshelferinnen und -helfer aus, die Schwangere und Neugeborene betreuen. Sie werben dafür, dass sich die werdenden Mütter regelmäßig von einer ausgebildeten Hebamme untersuchen lassen. Nach der Geburt beraten die Dorfhelfer*innen die jungen Mütter, wie sie ihre Babys pflegen und regelmäßig stillen und nach dem Abstillen gesund ernähren können. Mit Bildpostern vermitteln sie den Familien wichtige Informationen anschaulich.

Für ein sicheres Aufwachsen in Sierra Leone: Eine Mutter bekommt von einer Gesundheitshelferin Tipps für ihr Baby.
© UNICEF/UN0475700/Duff/VII PhotoEinfache Erkrankungen wie Durchfall behandeln die Helfer*innen direkt, bei schwereren Fällen verweisen sie an die nächste Gesundheitsstation. Die Familien bekommen von UNICEF auch Moskitonetze und Hygieneartikel wie Seife. In Müttergruppen, die UNICEF mit Spenden unterstützt, können sich die Frauen treffen und wertvolle Tipps austauschen – diese Gruppen haben sich im Kampf gegen Kindersterblichkeit als sehr wirkungsvoll erwiesen.
Ich liebe meine Arbeit, weil ich mein Land liebe. Es macht mich stolz und glücklich, meinen Mitmenschen zu helfen. Für die Familien in meiner Gemeinde bin ich als Gesundheitshelfer ein Vorbild.

Ausstattung für Gesundheitsstationen
UNICEF stattet Gesundheitsstationen mit solarbetriebenen Kühlschränken aus, auch in entlegenen Gebieten. In den Kühlschränken können Impfstoffe und Medikamente sicher gelagert werden, sodass sich die medizinische Versorgung deutlich verbessert. UNICEF stellt dem Gesundheitspersonal Motorräder zur Verfügung, damit sie auch Familien in schwer zugänglichen Dörfern regelmäßig besuchen können. UNICEF schult die Gesundheitshelfer*innen auch darin, Mütter bei der Familienplanung zu beraten und HIV-positiven Schwangeren die richtige Hilfe zu vermitteln. Außerdem bilden wir auch Techniker*innen aus, die sich um die regelmäßige Wartung der Kühlschränke kümmern.
Spenden Sie jetzt gegen Kindersterblichkeit in Sierra Leone
Gemeinsam können wir das Überleben der Babys in Sierra Leone sichern. Ihre Spende hilft!