© UNICEF/UNI416390/SujanRohingya-Mädchen posieren fröhlich für ein Foto im von UNICEF unterstützen Lernzentrum in Cox Basar in Bangladesch. 
Kinder weltweit

Hier nur gute Nachrichten aus 2024

Oft bekommen negative Meldungen mehr öffentliche Aufmerksamkeit als positive. Dabei gibt es sie, die inspirierenden Geschichten, die Hoffnung und gute Laune machen! Hier sammeln wir für Sie die besten Nachrichten, die das Leben von Kindern weltweit betreffen. Jeden Monat kommen neue gute Nachrichten hinzu:


von Katharina Kesper & Laura Sandgathe

Gute Nachrichten über Kinder weltweit

Zweite gute Nachricht im Juni 2024: Erstmalig internationaler Tag des Spielens – eine Initiative zum Wohl der Kinder

Spielen ist für Kinder mehr als nur Spaß – es ist ein grundlegender Bestandteil ihrer Entwicklung. Durch das Spielen lernen Kinder, die Welt zu erkunden, soziale Fähigkeiten zu entwickeln und ihr Wissen zu erweitern. Spielen fördert vor allem bei Kleinkindern die körperliche Gesundheit, die kognitive Entwicklung und das emotionale Wohlbefinden.

Um die Bedeutung des Spielens für die kindliche Entwicklung zu unterstreichen, hat die UN-Kinderrechtskonvention das Recht der Kinder auf Ruhe, Freizeit und Spiel festgelegt. Im März 2024 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution, die den 11. Juni zum Internationalen Tag des Spielens erklärt, um dieses Recht zu fördern und zu schützen.

Sehen Sie sich unsere Bilderstrecke an und erfahren Sie mehr darüber, wie Kinder weltweit durch Spielen wachsen und lernen. Die Fotos sind wahrlich fürs Herz und zeigen die Freude und den Spaß, den Kinder beim Spielen erleben!

Myanmar: Kinder spielen Sackhüpfen.

Bild 1 von 5 | Mädchen aus dem Monekoe-Flüchtlingslager in Myanmar nehmen während der Feierlichkeiten zum Weltkindertag an einem Sackhüpfspiel teil.

© UNICEF/UN0755682/Zar Mon
Peru: Kinder spielen mit Handpuppen.

Bild 2 von 5 | Peru: Kinder spielen mit Handpuppen und tauchen in fantasievolle Geschichten ein, die ihre Kreativität und sozialen Fähigkeiten fördern.

© UNICEF/UN0773927/Pezantes
Venezuela: Kinder rennen auf einem Straßenfest.

Bild 3 von 5 | Anlässlich des Weltkindertags haben Jungen und Mädchen in Venezuela gemeinsamen gespielt, getanzt, an Workshops teilgenommen und Geschichtenerzähler*innen gelauscht. Dabei lernten sie spielerisch-pädagogisch mehr über ihre Rechte.

© UNICEF/UNI418808/Delacroix
Armenien spielen

Bild 4 von 5 | Armenien: Melanya spielt mit ihrer Tochter Lena im Wohnzimmer.

© UNICEF/UNI456926/Mahari
In Südafrika spielen Eltern und Kinder Dosenwerfen.

Bild 5 von 5 | Gemeinsam mit ihrer Mutter auf einem Familienfest in Südafrika Dosen abwerfen: Das macht große Freude!

© UNICEF/UNI520426/Rautenbach

Gute Nachricht im Juni 2024: Wichtige Gesundheitsdienste erreichen abgelegene Gemeinden in Mosambik

Jonita Santos schaut mit Freude zu, wie ihre Tochter Luzinha, deren Name „kleines Licht“ bedeutet, in die Kamera strahlt. Was macht das Mädchen und ihre Mutter so glücklich?

Jonita und Luzinha gehören zu Dutzenden von Frauen und Kindern, die in Muebe, Mosambik, gespannt auf den monatlichen Besuch der mobilen Einsatzteams von UNICEF warten. Diese Teams aus Ärzt*innen und medizinischen Helfer*innen bringen wichtige Gesundheitsdienste wie Impfungen und HIV-Tests in entlegene Gebiete.

Mosambik: Mobile Gesundheitsteams retten leben!

Zwei Lachen, die anstecken, wenn Oscar auf seinem Roller mit einer Kiste voller Impfstoffe, Tabletten und anderen medizinischen Hilfsgütern das Dorf von Luzinha und Jonita erreicht. In Mosambik sorgen mobile Teams für die medizinische Grundversorgung in den entlegensten Gebieten.

© UNICEF/UNI553667/Franco

"Vor den Besuchen der Gesundheitsteams mussten wir 15 Kilometer zum nächsten Gesundheitszentrum laufen", erinnert sich Jonita. "Das dauerte den ganzen Tag. Einige Frauen konnten sich das nicht leisten und gingen zu traditionellen Heiler*innen."

Gute und funktionierende Gesundheitsdienste retten Leben!

An Tagen wie diesen werden etwa 90 Kinder in Muebe von den Gesundheitsarbeiter*innen der mobilen Einsatzteams versorgt. Sie bieten Impfungen, Vitamin-A-Präparate und Entwurmungstabletten an. Im vergangenen Jahr konnten die Einsatzteams mehr als 149.000 Kinder unter zwei Jahren in Mosambik erreichen.

„Alles, was ich im weit entfernten Krankenhaus bekommen habe, bekomme ich jetzt hier“, sagt Jonita. „Die mobilen Einsatzteams helfen uns, weil die Kinder rechtzeitig geimpft werden.“

Jonita weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig der Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung ist. „Meine fünfjährige Tochter starb an Malaria“, erzählt sie. „Mit einem mobilen Einsatzteam in der Nähe hätten wir ihr Leben retten können.“

Mobile Einsatzteams von UNICEF wie hier in Mosambik stellen sicher, dass grundlegende Gesundheitsdienste auch die entlegensten Gemeinden erreichen und damit die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder nachhaltig verbessert werden.

Zweite gute Nachricht im Mai 2024: Kinder setzen sich in Jordanien für den Klimaschutz ein

In Aqaba, am südlichen Meereszugang Jordaniens, geht es diesen Sommer nicht ums Schwimmen und Sonnenbaden. Stattdessen engagieren sich Kinder leidenschaftlich für den Schutz der Meeresfauna. Und dank der von UNICEF unterstützten sogenannten Climate Action Clubs sind diese jungen Umweltschützer*innen seit Kurzem sogar in ganz Jordanien aktiv.

Gute Nachrichten: Umweltschutz an Jordaniens Strand

Tala (13) geht in die 7. Klasse und lebt in Aqaba, Jordaniens einziger Küstenstadt. Sie ist Mitglied im Climate Action Club an ihrer Schule. Als Teil der Initiative nehmen die Schüler*innen regelmäßig an Strandsäuberungen teil.

© UNICEF/UNI574358/Al-Safadi

"Ich liebe das Meer und möchte sicherstellen, dass es sauber und sicher für alle bleibt", sagt Tala (13) aus Aqaba.

Diese Motivation ist das Herzstück der Climate Action Clubs, die es mittlerweile in 47 Orten in Jordanien gibt.

Schon 2023 nahmen über 6.000 Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren an diesen Klima-Clubs teil. Sie erwerben wertvolles Wissen über Umweltthemen und werden zu leidenschaftlichen Befürworter*innen des Klimaschutzes.

Die Mitglieder der Climate Action Clubs setzen sich aktiv für die Bewältigung von Umweltproblemen ein. Die Kinder und Jugendlichen organisieren Strandreinigungen, pflanzen Bäume und sensibilisieren ihre Gemeinschaften für den Schutz ihrer Umwelt.

Umweltschutz Jordanien: Bäume pflanzen und Umweltbewusstsein entwickeln.

Rufayyda ist Kinderschutzbeauftragte in einem Makani Zentrum in Jordanien. Sie unterrichtet an diesem kinderfreundlichen Ort seit einigen Jahren im Climate Action Club.

© UNICEF/UNI499170/Bseiso

"Es ist wichtig, unseren Kindern beizubringen, wie sie unsere Umwelt sauber halten können. Wenn Kinder über den Klimawandel lernen, behalten sie dieses Wissen und achten auf ihre Handlungen. So können sie auch andere darüber aufklären", erklärt Rufayyda.

Die Begeisterung und das Engagement dieser jungen Umweltschützer*innen sind inspirierend. Sie zeigen uns, dass selbst die Kleinsten eine große Wirkung haben können. Bleiben wir gespannt, was diese jungen Held*innen in Zukunft noch alles erreichen werden!

Gute Nachricht im Mai 2024: Wasser sparen und Leben retten! Äthiopien führt innovativen Gemüseanbau ein

Mangelernährung ist ein wachsendes Problem in vielen Regionen von Äthiopien – aufgrund von Dürre, Nahrungsmittelunsicherheit und anderen Krisen. Inmitten dieser Herausforderungen hat UNICEF im Norden des Landes einen Lösungsansatz entwickelt, der nicht nur effektiv, sondern auch nachhaltig ist: hydroponischer Gemüseanbau.

Die Idee hinter dieser Methode ist ebenso einfach wie genial: Während herkömmliche Anbauformen Regenfall und Bewässerung erfordern, benötigt der hydroponische Anbau sehr wenig Wasser. Das bedeutet, dass die Pflanzen unabhängig von Wetter oder Jahreszeit wachsen können. Eine Win-Win-Situation für die Familien, die so nicht nur eine zuverlässige Nahrungsquelle haben, sondern auch die Widerstandsfähigkeit ihrer lokalen Ernährungssysteme stärken können. Aber sehen Sie selbst:

Zweite gute Nachricht im April 2024: Maribel aus Kolumbien verlor durch eine Landmine ihr Bein, aber nicht ihre Stärke

Maribel ist 17 und lebt mit ihrer Familie in Tumaco in Kolumbien.

Vor etwa einem Jahr musste sie erleben, was Krieg bedeutet: In ihrer Region gab es bewaffnete Auseinandersetzungen, Explosionen, Kreuzfeuer. Als sie auf eine Landmine trat, verlor sie ihren rechten Unterschenkel.

Gefahr durch Minen in Kolumbien: Maribel (17) verlor ihre Unterschenkel

Maribel (17) hat durch eine Mine einen Teil ihres rechten Beines verloren.

© UNICEF/UNI551001/Ossa

Wie kann das eine gute Nachricht sein, fragen Sie sich jetzt. Dass Maribel so schwer verletzt wurde, ist furchtbar. Niemand, kein Erwachsener, kein Kind, sollte so einen Schmerz, so einen Schock erleben müssen. Doch die junge Frau gab nach ihrer Verletzung nicht auf, im Gegenteil!

"Nach der Explosion habe ich drei Tage geweint. Doch dann habe ich mich beruhigt und seitdem habe ich nicht mehr geweint", sagt Maribel. "Solange du lebst, hast du einen Grund weiterzumachen."

Die 17-Jährige hat zwei Pläne für die Zukunft. Plan A: Sie möchte studieren, Anwältin werden und gegen Ungerechtigkeit kämpfen. Und Plan B? "Wenn ich es nicht schaffe zu studieren, weil es mit meiner Prothese schwierig wird, möchte ich anderen jungen Frauen helfen, die wie ich durch Landminen verletzt wurden."

Blog

Minen und Blindgänger: Darum sind sie für Kinder so gefährlich

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation Corporación Paz y Democracia haben wir von UNICEF Maribel und ihre Familie während der medizinischen Behandlung und der Reha finanziell unterstützt. UNICEF hat zudem geholfen, dass Maribel psychologische Betreuung bekommt, um das Erlebte zu verarbeiten. Und auch Maribels Vater steht an der Seite seiner Tochter. Dank dieser Unterstützung und ihrer eigenen großen Stärke kann sie trotz ihres Schicksalsschlags positiv in die Zukunft schauen.

Minen in Kolumbien: Maribel wird von ihrem Vater und UNICEF unterstützt

Maribel bekommt Unterstützung von ihrem Vater und von UNICEF. UNICEF hat die Familie finanziell unterstützt.

© UNICEF/UNI551007/Ossa

Gute Nachricht im April 2024: In Südostasien kommt der Wildtyp des Polio-Erregers schon seit zehn Jahren nicht mehr vor – dank Impfungen

Ein bisschen muss Arkan schon die Zähne zusammenbeißen bei dem Piks. Aber er reckt den Daumen in die Höhe: Der Fünfjährige bekommt in seiner Heimat Sulawesi eine Routine-Impfung.

Sulawesi in Indonesien: Ein Junge wird mit Unterstützung von UNICEF geimpft

Der kleine Piks lohnt sich: Impfungen können Leben retten.

© UNICEF/UN0792659/Wilander

Impfungen sind wirksam und können lebensrettend sein. Und sie können sogar Krankheiten ausrotten: Mittlerweile schon seit zehn Jahren gibt es den Wildtyp des Polio-Virus nicht mehr in Südostasien! Dieses Jubiläum ist unsere gute Nachricht im April. Möglich gemacht haben es wirksame Impfstoffe und breit angelegte Impfkampagnen, bei denen unter anderem mit Unterstützung von UNICEF viele Menschen geimpft wurden. Wir hier in Deutschland kennen das noch von der Corona-Pandemie.

Blog

Alle Fragen und Antworten zum Thema Polio

Polio (auch unter dem Namen Kinderlähmung bekannt) ist nicht die einzige Krankheit, die durch Impfungen zurückgedrängt wurde. Hier zählen wir neben Polio noch sieben weitere Erkrankungen auf, die früher großen Schrecken verbreitet haben und heute dank Impfungen fast vergessen sind.

Doch andere Krankheiten breiten sich weiter aus und können ebenfalls durch Impfungen bekämpft werden, wie zum Beispiel Cholera oder Malaria. Vom 24. bis 30. April organisiert die Weltgesundheitsorganisation WHO die jährliche Weltimpfwoche mit dem Ziel, mehr Aufmerksamkeit auf die Bedeutung von Impfungen zu lenken. Wäre doch klasse, wenn wir schon bald als gute Nachricht verkünden könnten, dass weitere gefährliche Krankheiten dank Impfungen fast vergessen sind!

UNICEF setzt sich dafür ein, dass Kinder weltweit Zugang zu Impfungen haben. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, können Sie sich hier informieren und auch spenden. Vielen Dank!

Zweite gute Nachricht im März 2024: Die weltweite Kindersterblichkeit ist auf einem historischen Tiefstand

Maria Cristina (2, Foto unten) wäscht sich die Hände. In ihrem Heimatland Guatemala haben nur 56% der Bevölkerung Zugang zu sicherem Wasser. Deshalb arbeitet UNICEF vor Ort, um mehr Familien mit einem Wasseranschluss zu versorgen. Denn sicheres Wasser ist sehr wichtig, um Kinder vor Krankheiten zu schützen.

Gesundheit und Hygiene in Guatemala: Maria Christina (2) wäscht sich die Hände

UNICEF setzt sich unter anderem für den Zugang zu sicherem Wasser ein, damit Kinder wie Maria Cristina aus Guatemala gesund aufwachsen.

© UNICEF/UNI535087/Willocq

Warum ich Ihnen das erzähle? Weil der Schutz vor Krankheiten so wichtig ist im Einsatz gegen Kindersterblichkeit. Hier gibt es eine gute Nachricht: Einem UN-Bericht zufolge ist die weltweite Kindersterblichkeit auf einem historischen Tiefstand.

Demnach starben im Jahr 2022 schätzungsweise 4,9 Millionen Kinder vor ihrem fünften Geburtstag. Das sind immer noch viel zu viele Kinder, denn kein Kind sollte so früh sein Leben verlieren.

Doch positiv ist, dass sich die Kindersterblichkeit seit dem Jahr 2000 halbiert hat, von 9,9 Millionen Kindern unter fünf Jahren (2000) auf 4,9 Millionen Kindern unter fünf Jahren (2022). Auch in vielen ärmeren Ländern ist es gelungen, die Kindersterblichkeitsrate deutlich zu senken.

Wir von UNICEF finden: Das muss so weitergehen! Deshalb unterstützen wir gemeinsam mit unseren Spender*innen Gesundheitssysteme, setzen uns für bessere Nahrung und Trinkwasser für Kinder ein, helfen Kinder zu impfen, kümmern uns auch um die Gesundheit von Schwangeren und Müttern und tun vieles mehr.

Dann gibt es vielleicht in naher Zukunft eine noch bessere Nachricht: Wenn hoffentlich irgendwann kein Kind mehr aus vermeidbaren Gründen stirbt.

+++ Wenn Sie mehr zum Thema Kindersterblichkeit lesen möchten, empfehlen wir unseren Fakten-Blog dazu. +++

Gute Nachricht im März 2024: Früher war er Kindersoldat. Jetzt hilft Isaac* selbst ehemaligen Kindersoldaten

In dieser guten Nachricht geht es um Hilfe zur Selbsthilfe und wie aus der Unterstützung für ein Kind Unterstützung für viele wird:

Isaac* war 14, als sein Dorf bei Bunia im Kongo von einer bewaffneten Gruppe überfallen und er als Kindersoldat rekrutiert wurde. Drei Jahre blieb er bei der Gruppe, doch dann verlor er während einer Wachschicht sein Gewehr. "Ich wusste, dass jetzt mein Leben in Gefahr war", sagt Isaac. "Da bin ich geflohen."

Er gelangte nach Bunia und bekam dort Hilfe von der von UNICEF unterstützten Organisation AJEDEC, die unter anderem ein Programm für ehemalige Kindersoldat*innen durchführt. In ihrem Kinderzentrum konnte Isaac schlafen und erhielt auch psychosoziale Unterstützung, um seine Erlebnisse zu verarbeiten.

Blog

Kindersoldaten in Afrika und weltweit: Kindheit zwischen Waffen

Mehr noch: Isaac konnte eine Ausbildung zum Friseur machen, als Teil seiner Reintegration in die Gesellschaft. Wenige Monate später eröffnete er seinen eigenen Friseursalon. Ein sofortiger Erfolg! "Ich kann meine Miete und Lebensmittel nun selbst bezahlen", sagt Isaac. "Ich brauche nicht viel."

Isaacs Erfolg fiel auch dem Team bei AJEDEC positiv auf und sie fragten, ob er nicht selbst Mentor für Kinder und Jugendliche werden wolle. Seit 2022 hat Isaac nun schon 27 Jugendliche auf ihrem Weg in ein geregeltes Arbeitsleben unterstützt, sechs davon ehemalige Kindersoldat*innen.

Kongo: Ehemaliger Kindersoldat führt nun dank Unterstützung von UNICEF einen eigenen Friseursalon

Viele der Kinder und Jugendlichen, die Isaac betreut, kommen auch regelmäßig bei ihm im Friseursalon vorbei – zum Haareschneiden, aber auch zum Reden und für Ratschläge.

© UNICEF/UNI515552/Benekire

"Es macht mich sehr glücklich, den Kindern und Jugendlichen zu helfen, denn ich sehe viel von mir in ihnen", sagt Isaac. "Es ist nicht einfach, eine bewaffnete Gruppe zu verlassen und sich ein normales Leben aufzubauen. Aber ich weiß, wenn diese Kinder gut ausgebildet werden, haben sie keinen Grund mehr in ihr altes Leben zurückzukehren. Wenn ich es geschafft habe, können sie es auch schaffen."

* Name geändert

Gute Nachricht im Februar 2024: Sidra aus der Türkei findet Hoffnung und Freude durch die Kraft der Musik

Dass Kinder stark sind, erleben wir bei UNICEF jeden Tag. Selbst in den schlimmsten Situationen finden sie Trost und Kraft in den kleinen Dingen und vor allem: in der Gemeinschaft mit anderen Kindern. Auch die zehnjährige Sidra aus der Türkei kann dank des gemeinsamen Musizierens mit ihren Cousins und Cousinen wieder lachen: "Ich liebe es, meine selbstgeschriebenen Lieder und Gedichte mit anderen zu teilen", sagt sie.

Türkei: Sidra spielt ihrer Familie Gitarre vor.

Bild 1 von 2 | Sidra ist oft im Garten und spielt ihren Cousinen und Cousins ihre selbstgeschriebenen Lieder vor.

© UNICEF/UNI459242/Secker
Türkei Erdbeben: Sidra spielt in einem Zelt.

Bild 2 von 2 | Die zehnjährige Sidra spielt mit einem übergroßen Micky-Maus-Teddy. Sie lebt mit ihrer Großfamilie seit dem verehrenden Erdbeben im Süden der Türkei in Zelten und Containern.

© UNICEF/UNI459394/Secker
Blog

Erdbeben Syrien und Türkei: So hilft UNICEF jetzt den Kindern

Bei dem verheerenden Erdbeben in der Türkei und in Syrien im vergangenen Jahr hat Sidra ihren Vater verloren und viele schlimme Dinge gesehen. Das Haus der Familie wurde vollständig zerstört. Dank eines UNICEF-Programms erhielt sie schnell therapeutische Hilfe. Ihre wöchentlichen Therapiesitzungen halfen ihr, den Verlust ihres Vaters und die schweren Verletzungen ihrer Mutter besser zu verarbeiten. Sie entdeckte ihre Leidenschaft für Gitarren- und Zeichenunterricht und fand darin neuen Halt. Die Momente des gemeinsamen Musizierens sind Sidras Ausdruck von Hoffnung und Widerstandskraft. Sidra selbst sagt: "Meine Familie ist das Wichtigste für mich, wir heilen unsere Wunden gemeinsam".

Zweite gute Nachricht im Januar 2024: Leen Helmi, die wohl jüngste Impfhelferin im Jemen und auf der ganzen Welt!

Leen ist erst zehn Jahre alt, aber sie hat bereits gesehen, wie lebensrettend Routineimpfungen sein können. Mit einer Broschüre über die Vorteile von Impfungen in der Hand – und voller Enthusiasmus – geht sie in ihrer Freizeit von Tür zu Tür, um andere Menschen in ihrem Heimatland Jemen dazu zu bewegen, sich impfen zu lassen.

Jemen: Leen erklärt die Bedeutsamkeit von Impfungen.

"Leen besuchte uns und erklärte uns, dass die Masernsymptome nicht so schwer wären, wenn meine Kinder geimpft worden wären. Das hat mich motiviert, zur Gesundheitseinrichtung zu kommen und sie impfen zu lassen", erzählt eine Mutter.

© UNICEF/UNI492636/Gabreez

"Am Anfang hatte ich selbst Angst vor den Spritzen", sagt Leen. "Aber ich habe gesehen, was mit Kindern passiert, die nicht geimpft wurden. Sie bekamen Fieber und einen roten Ausschlag, weil sie Masern hatten."

Blog

Impfungen sei Dank: 8 Infektionskrankheiten, die Sie fast vergessen haben

Leen hat sich bei der UNICEF-Initiative "Sponsor a Child" angemeldet und gehört damit zu den mehr als 1.000 Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren, die in den vergangenen zwei Jahren dazu beigetragen haben, dass im Südjemen mehr als 33.000 Kinder routinemäßig geimpft werden konnten.

Jemen Impfung

Leen Helmi ist mit ihren 10 Jahren wohl eine der jüngsten Impfhelferinnen im Jemen! Hier spielt sie mit einem Baby in einer Gesundheitseinrichtung, um es während der Impfung abzulenken.


© UNICEF/UNI492623/Gabreez

Die Kinder, die sich für das Impfhelfer*innen-Programm anmelden, werden geschult, damit sie gemeinsam mit den Betreuer*innen über die Impfungen sprechen und genaue Informationen über die Dosierung geben können. Gemeinsam mit einer*m erwachsenen Gesundheitshelfer*in besucht Leen so mehrmals die Woche ihre Nachbarn, um sie auf die Bedeutung von Impfungen aufmerksam zu machen und sie an den Impfplan zu erinnern.

impfung jemen helferin

Leen spricht mit der Leiterin der Impfabteilung in der Gesundheitseinrichtung Al-Tawahi in Aden, Jemen. Leens Engagement für das Thema Impfung von Kindern wird in der Klinik sehr geschätzt und alle kennen das quirlige Mädchen.

© UNICEF/UNI492624/Iizuka

Leen erinnert sich an einen Hausbesuch bei Somaia, deren drei kleine Kinder nicht geimpft waren. Leen erinnerte die Mutter an die Wichtigkeit von Impfungen und überreichte ihr einen Impfplan.

"Um sie zu überzeugen sagte ich: 'Schau, wie gesund und stark ich bin! Ich kann zur Schule gehen, weil ich alle nötigen Impfungen bekommen habe'", sagt Leen grinsend.

Somaia sagt, der Besuch habe einen großen Unterschied für sie und ihre Familie gemacht.

"Früher habe ich meine Kinder nicht impfen lassen. Aber Leen kam zu uns und erklärte uns, dass die Masernsymptome meiner Kinder vielleicht nicht so schlimm gewesen wären, wenn sie geimpft gewesen wären. Das hat mich motiviert, zum Gesundheitszentrum zu gehen und sie impfen zu lassen", sagt Somaia und fügt hinzu, dass sie auch beschlossen hat, sich selbst gegen Tetanus impfen zu lassen.

Danke, Leen, für deinen Einsatz für lebensrettende Impfungen für Kinder und Familien im Jemen!

Gute Nachricht im Januar 2024: Starke Frauen in Bolivien – die Kraft der Familie

Die Geschichte von Sandra und ihrer siebenjährigen Tochter Nathaly erzählt von der Kraft der Familie, von Unabhängigkeit und starken Frauen. Sie erzählt von Mut und der Fähigkeit, Traditionen in einer sich verändernden Welt zu bewahren.

Boliven: Nathaly und ihre Mutter haben ein enges Verhältnis.

Obwohl Sandra wegen ihres Jurastudiums und ihrer Arbeit die meiste Zeit des Tages abwesend ist, hat sie eine enge Bindung zu ihrer Tochter.

© UNICEF/UNI448978/Aliaga Ticona

Sandra hat kein einfaches Leben hinter sich. Sie lebt in La Paz, der Hauptstadt Boliviens. Sie ist alleinerziehend und selbstständig, verdient ihren Unterhalt mit Musik, Weben und Makramee-Designs – gleichzeitig studiert sie Jura. Doch die größte Herausforderung, sagt sie selbst, sei es, als Frau auf eigenen Beinen zu stehen und dies auch ihrer Tochter beizubringen. In einer Gesellschaft, in der traditionelle Geschlechterrollen vorherrschen, definiert Sandra ihre eigene Rolle neu und baut eine Familie auf, die auf gegenseitiger Unterstützung und Widerstandsfähigkeit basiert.

"Als Mutter versuche ich, so viel wie möglich für meine Tochter da zu sein, sowohl bei den Hausaufgaben als auch durch gemeinsame Zeit. Ich will nur, dass sie glücklich ist."

Bolivien: Nathaly strahlt beim Anprobieren traditioneller bolivianischer Kleider.

Nathaly (7) hat ein breites Grinsen aufgesetzt und die Hände selbstbewusst in die Hüften gestemmt. Sie probiert gemeinsam mit ihrer Mutter traditionelle bolivianische Kleider an.

© UNICEF/UNI448977/Aliaga Ticona

Das Leben von Sandra zeigt, dass starke Frauen sich gegenseitig noch weiter stärken, wenn sie von einer Gemeinschaft umgeben sind, die sie unterstützt. In ihrem Fall sind es ihre Mutter Margarita und ihre Großmutter Rosa, vier Generationen von "Cholitas", die sie auf ihrem Weg begleiten. "Cholitas" sind indigene Aymara-Frauen aus der bolivianischen Andenregion, die traditionelle Decken, hohe Hüte und lange, voluminöse Röcke, sogenannte Polleras, tragen.

"Es ist wichtig, arbeiten zu können und unabhängig zu sein", erklärt Sandra. "Ich schätze die große Unterstützung meiner Eltern, aber meine größte Herausforderung war es, meiner Tochter eine gute Zukunft zu ermöglichen." Ihre Vision für Nathaly ist klar: Sandra möchte, dass ihre Tochter tief in ihrer Kultur verwurzelt ist und gleichzeitig mit einem starken Selbstbewusstsein und einer klaren Lebensperspektive aufwächst.

"Ich weiß noch nicht, ob ich eine gute Mutter bin", sagt Sandra. "Ich weiß nur, dass ich meine Tochter liebe."

Danke, dass Sie gute Nachrichten möglich machen!

"Only bad news is good news", lautet eine alte Regel aus dem Journalismus. Soll heißen: Interessant sind nur die schlimmen Schlagzeilen. Auch wir von UNICEF berichten oft über die Probleme und Sorgen, mit denen Kinder weltweit konfrontiert werden. Es gehört zu unserer Aufgabe, den Menschen die Situation der Kinder vor Augen zu führen.

Aber gute Entwicklungen, Fortschritte und glückliche Geschichten sind für uns ebenso relevant. Und all die guten Nachrichten der letzten Monate hätte es nicht gegeben ohne die zahlreichen UNICEF-Unterstützer*innen, die sich unermüdlich für Kinder weltweit einsetzen. Dafür danken wir Ihnen herzlich!

Haben Sie auch gute Nachrichten entdeckt, die Sie teilen möchten? Wenn Sie mögen, schreiben Sie gerne darüber in den Kommentaren. Wir würden uns sehr freuen.

Katharina Kesper & Laura Sandgathe
Autor*in Katharina Kesper & Laura Sandgathe

Katharina Kesper und Laura Sandgathe sind Chefinnen vom Dienst und mögen gute Nachrichten. Sie recherchieren und schreiben diese regelmäßig für Sie auf.