Pressemitteilung

Elke Büdenbender übernimmt den Vorsitz von UNICEF Deutschland

  • UN-Kinderhilfswerk kann auf hohe Spendenbereitschaft bauen
  • Gesamteinnahmen von rund 178,4 Millionen Euro
  • UNICEF Deutschland für die Zukunft gut aufgestellt
Elke Büdenbender sowie Georg Graf Waldersee

Elke Büdenbender, Schirmherrin und künftige Vorsitzende von UNICEF Deutschland, sowie Georg Graf Waldersee, Vorsitzender von UNICEF Deutschland. | © UNICEF/Zimmermann

© UNICEF/Zimmermann

80 Jahre nach der Gründung von UNICEF – damals zur Hilfe für Kinder nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg – kann das UN-Kinderhilfswerk weiter auf die starke Unterstützung der Menschen in Deutschland bauen. Die Spendenbereitschaft ist trotz angespannter Wirtschaftslage hoch, wie der neue Geschäftsbericht von UNICEF Deutschland zeigt. Diesen hat heute die Mitgliederversammlung des Deutschen Komitees für UNICEF e.V. in Berlin entgegengenommen.

Zugleich wählte der Vorstand Elke Büdenbender mit Wirkung zum 1. April 2027 zur Vorsitzenden. Sie folgt auf Georg Graf Waldersee, der dieses Ehrenamt seit 2018 ausfüllt und bis Ende März 2027 weiterführt. Elke Büdenbender ist Juristin und war bis 2025 als Richterin am Verwaltungsgericht in Berlin tätig. Seit 2017 ist sie Schirmherrin für UNICEF Deutschland. Zudem wurden neue Mitglieder in das Komitee und den Vorstand gewählt.

Elke Büdenbender: „Faire Chancen für Kinder zu schaffen, gerade auch für diejenigen mit schlechten Startbedingungen, ist für mich ein Herzensanliegen. Hilfe für Kinder ist gerade jetzt von großer Wichtigkeit, da brutale Konflikte, langanhaltende Krisen und die Folgen des Klimawandels ihre Leben bedrohen. Gleichzeitig setzen Kürzungen von öffentlichen Geldern die Hilfe massiv unter Druck. Daher sehe ich es als wichtige Aufgabe für mich als künftige Vorsitzende, möglichst vielen Menschen deutlich zu machen, wie relevant die Arbeit von UNICEF ist. Bei meinen Reisen habe ich oft miterleben dürfen, welche lebensrettende und lebensverändernde Wirkung die UNICEF-Hilfe hat.“

Georg Graf Waldersee: „Mit Elke Büdenbender gewinnt UNICEF eine leidenschaftliche Anwältin für Kinder und ihre Rechte. Mit starker Stimme und besonderem Nachdruck setzt sie sich seit vielen Jahren für die universelle Einhaltung des Kindeswohls und das Recht der Kinder auf Beteiligung ein. Nach vielen Auslandsreisen in von Krisen geschüttelte Regionen ist sie mit der Arbeit von UNICEF und der geleisteten Hilfe in humanitären Notsituationen sehr vertraut. Wir freuen uns sehr, dass Elke Büdenbender den Vorsitz im Deutschen Komitee für UNICEF übernehmen wird.“

Georg Graf Waldersee ist seit 2016 im Vorstand von UNICEF Deutschland und seit 2018 dessen Vorsitzender. Seitdem ist der Beitrag des Deutschen Komitees für die weltweite UNICEF-Hilfe stetig und substanziell gewachsen: von 81,6 Millionen Euro (2018) auf 138,6 Millionen (2025). Unter Waldersees Führung konnte die Zusammenarbeit mit Partnern im Unternehmensbereich und der Philanthropie erheblich ausgeweitet werden. Zudem wurden wesentliche Grundlagen dafür gelegt, UNICEF in Deutschland für die veränderten Anforderungen und Möglichkeiten in der technologischen Transformation zu öffnen und wichtige Schritte zu ihrer zukünftigen Weiterentwicklung einzuleiten. Durch persönliche Besuche vor Ort und sein Wirken im eigenen Land hat er in einer Zeit, in der Kindheit weltweit unter großen Druck geraten ist und die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten unermessliches Leid verursachen, maßgeblich dazu beigetragen, allen Kindern Stimme, Sichtbarkeit und Gehör zu verschaffen.

Stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Komitees für UNICEF bleiben Dr. Emily Haber und Dr. Johannes Meier. Die Managerin Niddal Salah-Eldin und der Finanzvorstand Mark Langer wurden neu in den ehrenamtlichen Vorstand gewählt sowie Dr. Christine Bortenlänger bestätigt. Daniela Schadt und Dr. Jochen Gutbrod scheiden nach Ende ihrer Amtszeiten aus dem Vorstand aus.

Der neu gewählte UNICEF Vorstand.

Der neu gewählte UNICEF Vorstand: (von links nach rechts) Georg Graf Waldersee, Niddal Salah-Eldin, Elke Büdenbender, Britta Haßelmann, Dr. Johannes Meier, Dr. Jörg Dräger, Ella Gottschling, Petja Pucci, Mark Langer

© UNICEF/UN0876279/Zimmermann

Geschäftsbericht von UNICEF Deutschland für 2025: Hohe Spendenbereitschaft

Die Bereitschaft, für die weltweite Hilfe von UNICEF für Kinder zu spenden, ist im vergangenen Jahr gestiegen. „2025 war ein extrem hartes Jahr für Kinder weltweit. Und genau deshalb ist es ein starkes Zeichen, dass so viele Menschen in Deutschland weiterhin mit UNICEF für Kinder zum Beispiel in Gaza, im Sudan oder in der Ukraine einstehen. Es zeigt: Den Menschen liegt das Wohl der Kinder am Herzen, ganz gleich wo und unter welchen Umständen sie aufwachsen", sagte Christian Schneider, Vorsitzender der Geschäftsführung von UNICEF Deutschland.

Das Deutsche Komitee für UNICEF e.V. verzeichnete im Jahr 2025 Gesamteinnahmen von rund 178,4 Millionen Euro (2024: 169,4 Millionen Euro). Die Einnahmen setzen sich aus 167,3 Millionen Euro Spenden sowie 11,1 Millionen Euro sonstigen Erträgen (einschließlich Einnahmen aus dem Grußkartenverkauf) zusammen. Es ist das dritthöchste Ergebnis seit der Gründung des Deutschen Komitees für UNICEF im Jahr 1953.

Einnahmeentwicklung_2025
© UNICEF Deutschland

Zu dem starken Ergebnis haben rund 487.000 aktive Spenderinnen und Spender beigetragen. Besonders große Bedeutung haben für UNICEF die zweckungebundenen Dauerspenden von fast 310.000 Privatpersonen und Unternehmen, mit denen UNICEF verlässlich planen und flexibel helfen kann, wo es für Kinder am dringendsten gebraucht wird.

Weltweite Hilfe für Kinder und Familien

UNICEF hilft Kindern und Familien in akuten Notlagen sowie durch langfristige Programme. Für diese weltweite Programmarbeit stellte UNICEF Deutschland 2025 insgesamt 138,6 Millionen Euro zur Verfügung. Einige Beispiele für die Wirkung der UNICEF-Hilfe:

  • In der Ukraine wurden im vergangenen Kriegswinter 445.000 Kinder in 1.500 Schulen mit Wärme, Strom und psychosozialer Unterstützung versorgt.
  • Im Gazastreifen sicherte UNICEF 2025 gemeinsam mit Partnern die Wasserversorgung für 550.000 Kinder und insgesamt 1,7 Millionen Menschen.
  • Im Sudan erreichte UNICEF 3,3 Millionen Kinder und Betreuungspersonen mit psychosozialen Hilfsangeboten.
  • Nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar im März 2025 gehörte UNICEF zu den ersten Hilfsorganisationen vor Ort und schickte mit Unterstützung der Europäischen Union Hilfsgüter per Flugzeug ins Land.

Engagement für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Auch in Deutschland setzt sich UNICEF für die Verwirklichung der Rechte von Kindern ein – mit Forschung, politischer Arbeit, Programmarbeit und Mitmachaktionen. Beteiligung von Jugendlichen spielt dabei eine wichtige Rolle: Zum Beispiel wurde der „UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Deutschland 2025" erstmals zusammen mit dem Deutschen Jugendinstitut in einem partizipativen Verfahren mit Jugendlichen erstellt. Eine bundesweite digitale Kampagne sowie eine Schulaktion zielten darauf ab, für das Thema mentale Gesundheit zu sensibilisieren und das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen zu stärken.

Transparente Mittelverwendung

UNICEF Deutschland trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).

100 Euro_2025
© UNICEF Deutschland

2025 hat UNICEF Deutschland fast 80 Prozent (79,6 Prozent) der Einnahmen für die weltweite Programmarbeit sowie 2,7 Prozent für die Programm- und Kinderrechtsarbeit in Deutschland verwendet. Die Kosten für Verwaltung (5,6 Prozent) sowie Öffentlichkeitsarbeit und Werbung in Deutschland (12,1 Prozent) betrugen 2025 – gemäß den Kriterien des DZI – insgesamt 17,7 Prozent.

Der UNICEF-Geschäftsbericht 2025 und der ausführliche Finanzbericht stehen zur Verfügung unter www.unicef.de/gb2025. Auf der Transparenz-Seite finden Unterstützer*innen weitere umfassende Informationen zum Beispiel darüber, wie UNICEF arbeitet und die Spenden einsetzt.

Über UNICEF: Hilfe für Kinder seit 80 Jahren

Das UN-Kinderhilfswerk wurde vor 80 Jahren am 11. Dezember 1946 ins Leben gerufen, um Kindern im vom Zweiten Weltkrieg zerstörten Europa zu helfen. Heute setzt sich UNICEF weltweit in über 190 Ländern für die Umsetzung der Rechte aller Kinder ein. Von der schnellen Nothilfe bis zu langfristigen Programmen hilft UNICEF, dass Mädchen und Jungen überall auf der Welt gesund und geschützt groß werden und ihre Fähigkeiten voll entfalten können.

Das Deutsche Komitee für UNICEF mit Sitz in Köln wurde 1953 als Verein gegründet und ist heute eine der wichtigsten Stützen der weltweiten UNICEF-Arbeit. In ganz Deutschland sind rund 7.000 ehrenamtliche Erwachsene und Jugendliche für UNICEF aktiv. Mit Programmen und politischer Arbeit trägt UNICEF Deutschland auch hierzulande zu einem besseren Verständnis der Rechte und der Belange von Kindern bei. Weitere Informationen: www.unicef.de.

Service für Redaktionen:

Fotos von Elke Büdenbender in ihrer Funktion als UNICEF-Schirmherrin stehen hier für Redaktionen im Rahmen der Berichterstattung kostenfrei zur Verfügung.

Ninja Charbonneau
Abteilungsleiterin Presse/Sprecherin